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Umwelt / Natur und Landschaft, Biotopanlagen
Biotope in Bad Saulgau - Seite 2

Biotope (Lebensräume) in Bad Saulgau
Gewässer, Feuchtwiesen, Trockenrasen

Hochmoor „Booser-Musbacher Ried“
Das „Landschafts- und Naturschutzgebiet Booser-Musbacher Ried“ umfasst insgesamt eine Größe von ca. 343 Hektar (96,5 ha Natur-schutzgebiet, 246 ha. Landschaftsschutzgebiet) und wurde 1991 unter Schutz gestellt. Etwa die Hälfte des Schutzgebietes liegt im Bad Saulgau Gemeindegebiet auf den Gemarkungen Hochberg und Lampertsweiler. Es ist ein von der Riß- und Würmeiszeit geprägter Hochmoorbereich, der bis Mitte des letzten Jahrhunderts größtenteils abgetorft wurde. Der Gletscher der Würmeiszeit bahnte sich seinen Weg durch das Rheintal bis zum Stadtteil Lampertsweiler, der auf einer Endmoräne liegt. Vier Rundwanderwege führen durch eines der schönsten Naherholungsgebiete unseres Raumes.
Trockenrasen
Auch einen Trockenrasen, ebenfalls ein geschütztes Biotop nach § 24a NatschG, hat Bad Saulgau zu bieten: Der Glockeneichhang im Bereich des Flugplatzes.

Hohlweg in Wolfartsweiler

Tafel Hohlweg Wolfartsweiler

Der Ortsteil Wolfartsweiler beherbergt mit dem gut 600 Meter langen Hohlweg ein ganz besonders Naturschmuckstück. Bestehend aus Feldgehölzen mit alten Stieleichen, Waldhasel und weiteren einheimischen Baum- und Straucharten ist die Naturoase nach § 32 NatSchG geschützt. Einheimische wie Gäste schätzen dieses Naherholungsziel sehr.

Wolfartsweiler Hohlweg Foto

Pflanzaktionen

Schulklassen von Bad Saulgauer Schulen helfen praktisch in jeder Pflanzsaison im Rahmen ihres Biologieunterrichts bei der Bepflanzung von öffentlichen Flächen, Weg- und Gewässerrändern und Feldrainen.

Bild: Pflanzaktionen! Diese Feldhecke bei Bogenweiler wurde von Schülern der Erich-Kästner-Schule Bad Saulgau auf Initiative der Stadt Mitte der 90er Jahre gepflanzt. Insgesamt pflanzten Schüler seit 1992 im Gemeindegebiet einige Kilometer dieser wertvollen und mittlerweile unter Naturschutz stehenden Landschaftselemente entlang von landwirtschaftlichen Grundstücken.

Renhardsweiler Grundschule pflanzte eine Feldhecke

Heckenpflanzung Renhardsweiler Schule

Die ganze Grundschule Renhardsweiler war Ende April 2004 auf den Beinen und pflanzte nahe ihrer Schule auf städtischem Gelände eine Hecke aus 65 einheimischen Sträuchern und 13 verschiedenen Arten. Schulleiterin Ute Wroblewski hatte die Aktion mit dem städtischen Umweltbeauftragten und Ortsvorsteher Gerhard Eisele im Vorfeld geplant. Fronmeister Eugen Widmann half am Tag vor der Pflanzung die Fläche vorzubereiten und goss die Gehölze bereits einige Male. Bei der Ausführung gab Gärtner Christian Neubert den Schülern wertvolle Tipps beim Pflanzen und für die weitere Pflege der Hecke. Neben den Schülern pflanzte auch das Lehrerkollegium. Die Schüler waren so begeistert vom praktischen Unterricht, dass sie sogar Namensschilder um die von ihnen gepflanzten Sträucher hängten, um ihre Pflanzen auch gleich wiederzuerkennen. Im Rahmen des Projektes „Rund um die Hecke“ können es die Schüler kaum erwarten, ihr Werk zu allen Jahreszeiten immer wieder zu beobachten und die Entwicklung zu dokumentieren. Und damit nicht genug! Mit diesem Projekt möchten sich die Schüler beim Wettbewerb „Landesnaturschutzpreis 2004“ von der Stiftung „Naturschutzfonds“ beteiligen. Hoffentlich gelingt der Schule dabei eine tolle Platzierung. Zudem soll zum Schulfest eine größere Bild- und Textdokumentation zum Thema ausgestellt werden.

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