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Umwelt / Natur und Landschaft, Biotopanlagen
Allgemeines über Natur und Landschaft, Biotopanlagen

   
  

Bad Saulgau ist Landeshauptstadt der Biodiversität 2011

Tafel Ortseingänge

Beim bundesweit größten und wichtigsten ökologischen Wettbewerb „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ überholte die Stadt Bad Saulgau alle teilnehmenden Städte und Gemeinden Baden-Württembergs und setzte sich in der Gesamtbewertung aller Größenkategorien ganz an die Spitze. Selbst europaweit ökologische führende Städte mussten sich hinter Bad Saulgau einreihen. Auch auf Bundesebene spielte die Stadt mit ihren ökologischen Aktivitäten mit den Großen mit und nahm in der Gesamtbewertung aller Größenkategorien unter den 124 Teilnehmern den 4. Platz ein - vor Großstädten wie Frankfurt, Karlsruhe, München oder Leipzig. In der Kategorie 10.000 – 30.000 Einwohner belegte Bad Saulgau auf Bundesebene den 2. Platz.

„Biodiversität“ ist der wichtigste ökologische Begriff überhaupt. Er beschreibt die Vielfalt heimischer Tier- und Pflanzenarten in Verbindung mit deren Lebensräumen, also die Grundlage allen biologischen Lebens.

Eine Delegation der Stadt wurde am Mittwoch, den 6. April mit 13 weiteren Städten und Gemeinden zur Auszeichnungsfeier ins historische Rathaus nach Köln geladen.

Auszeichnungsfeier Köln

v.l.n.r. Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, Laudatorin Alice Kube (Bundesamt für Naturschutz), Marvin Strobel (BUND Bad Saulgau), Stadtgärtner Jens Wehner, Moderator Andreas Mattner (Stiftung Lebendige Stadt), Umweltbeauftragter Thomas Lehenherr, Stadtbaumeister Peter Kliebhan, Bürgermeisterin Doris Schröter, Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser (Bundesumweltministerium), Harald Kächele, Rainer Baake (beide Geschäftsführung Deutsche Umwelthilfe) bei der Auszeichnungsfeier im historischen Kölner Rathaus.                                           Foto: Stiftung Lebendige Stadt

Die Platzierungen der Gesamtbewertung aller Größenkategorien:

Bundesebene:

1. Hannover, 2. Ratekau, 3. Münster, 4. Bad Saulgau, 5. Frankfurt am Main, 6. Karlsruhe, 7. Augsburg, 8. München, 9. Freiburg, 10. Leipzig ….. 14. Ravensburg

Baden-Württemberg:

1. Bad Saulgau, 2. Karlsruhe, 3. Freiburg ….

Nachdem die Stadt Bad Saulgau bereits beim Bundeswettbewerb „Bundeshauptstadt im Naturschutz“ als beste baden-württembergische Kommune in der Kategorie 10.000 – 30.000 Einwohner den Titel „Naturschutzkommune 2007“ erhielt, ist sie beim Bundeswettbewerb „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ sogar in der Gesamtwertung aller Größenkategorien als beste Kommune Baden-Württembergs ausgezeichnet worden. Der größte ökologische Wettbewerb Deutschlands wurde von der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung „Lebendige Stadt“ und vielen weiteren Kooperationspartnern wie dem Deutschen Städtetag ausgeschrieben. Schirmherr ist Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen.

Der Wettbewerb war in sechs Kapitel mit zahlreichen Fragen rund um die Biodiversität eingeteilt. Fast jede Antwort musste mit Presseberichten, Besprechungsprotokollen, Beschlüssen usw. belegt werden.

Beurteilt wurden Darstellungen über die Schaffung von Biotopanlagen z.B. am Krähbach in Fulgenstadt, in Tissen oder Bolstern, die Renaturierung von Gewässern in Friedberg oder der Schwarzach, das Anlegen von Lehrpfaden wie die Pfade einheimischer Gehölze, den Obstbaumlehrpfad, Nistkastenlehrpfad, Georundweg und den Thermalwasserrundweg. Großes Gewicht bekam ebenso die Gestaltung der öffentlichen Anlagen wie im Innenbereich. Aber auch die Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen wie Oberschwabens größter Umwelt- und Erlebnistag „Happy Family Day“, Naturwandertage, Volkshochschulkurse und weitere Natur-Veranstaltungen oder auch die vielen Pflanz-, Nistkasten-, Amphibienaktionen mit Kindern und Schülern flossen in die Bewertung mit ein.

„Es ist ein unglaublicher Erfolg für unsere Stadt. Wir arbeiten in Bad Saulgau seit vielen Jahren mit der Stadtverwaltung, dem Bauhof, dem Gemeinderat und unseren Bürgern mit Hochdruck an einer lebens- und liebenswerten Umwelt vor allem auch für unsere nachfolgenden Generationen. Das ist zunächst die wichtigste Basis zum Leben. Und es gibt natürlich auch für unseren Kur- und Gesundheitsstandort Bad Saulgau kaum eine bessere Werbung. Wir haben genau den richtigen Weg beschritten und werden unsere Bemühungen in diesem Bereich fortsetzen“, freut sich Bürgermeisterin Doris Schröter über die hohe Auszeichnung.

„Solch eine Spitzenplatzierung habe ich nicht erwartet, zumal viele ökologische Vorzeigestädte dabei waren. Das muss sich zuerst mal setzen. Artenvielfalt heimischer Tiere und Pflanzen im Innen- und Außenbereich haben wir uns schon lange auf die Fahnen geschrieben – und wie man sieht, auch mit Erfolg. Ich hoffe, dass diese hohe Auszeichnung auch eine Eigendynamik entwickelt und das Wir-Gefühl rund um die Ökologie unserer Gemeinde noch mehr stärkt“, freute sich der städtische Umweltbeauftragte Thomas Lehenherr.

Auch die Stadt Ravensburg feierte einen großen Erfolg. Sie siegte in der Kategorie 30.000 – 100.000 Einwohner und belegte in der Gesamtbewertung aller Größenkategorien den 14. Platz. Bundeshauptstadt der Biodiversität wurde Hannover.

In den nächsten Wochen werden an den Stadteingängen die Tafeln mit der Aufschrift „Naturschutzkommune 2007“ durch Tafeln mit dem Zusatz „Landeshauptstadt der Biodiversität 2011“ ausgetauscht.

Möglicherweise wird dieser Wettbewerb in drei oder vier Jahren erneut ausgeschrieben.

Die Stadt Bad Saulgau bedankt sich bei allen Bürgern, Gemeinderat- und Ortsverwaltungen, Vereinen, Schulen, Kindergärten, Landwirten, Behörden und weiteren Organisationen, die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben, die Stadt ökologisch voranzubringen. Ohne die vielen fleißigen Helfer hätte die Stadt Bad Saulgau niemals ihre bislang höchste Auszeichnung bekommen. Helfen sie bitte weiterhin mit, wir haben noch viel vor!

Erster Bad Saulgauer Naturführer

Naturführer

Gestaltung: Frey

Mitte 2008 erschien der erste Bad Saulgauer Naturführer. Auf knapp 60 farbigen Seiten wird in Bild und Text über die wichtigsten ökologischen Leckerbissen des Gemeindegebietes berichtet. Der Nistkasten-, Gehölz-, Obstbaum- und Thermalwasserlehrpfad sowie die renaturierten Fließgewässer, Biotope, Schutzgebiete, Naturdenkmale und Rundwanderwege um Bogenweiler, im Landschafts- und Naturschutzgebiet Booser-Musbacher Ried und der noch nicht fertig gestellte Georundweg werden beschrieben.

Der Naturführer kann für nur 2,- An der Rathauszentrale und im Stadtforum erworben werden. Es lohnt sich!

Eiszeitliche Prägung

Die Topografie der Gegend um Bad Saulgau ist geprägt von eiszeit-lichen Ereignissen. Da der Gletscher der jüngsten Eiszeit (Würmeis-
zeit) in Bad Saulgau Halt machte, können wir neben Seitenmoränen auch auf Endmoränen (z.B. Erhebung Lampertsweiler) verweisen. Verschiedene Talrinnen wurden ausgehobelt, große Bereich wurden mit zerkleinertem Gesteinsmaterial (Kies) aus den Alpen aufgefüllt. Entsprechend vielfältig sind auch die Bodenarten. Sie reichen vom Hochmoorboden (Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Booser Musbacher Ried“) über toniglehmige, kiesdurchsetzte, bis zu lehmigen Sandböden. Entsprechend vielgestaltig ist auch die naturnahe Pflanzen- und Tierwelt.

Struktur der Land- und Forstwirtschaft

Die Umgebung der größten Stadt des Landkreises ist land- und forst-wirtschaftlich geprägt. Angebaut werden sowohl Sommer- als auch Wintergetreide. Winterweizen, Wintergerste, Hafer, Raps und Mais sind Hauptanbaufrüchte. Roggen, Sommergerste, Lein und Sojabohnen werden ebenfalls angebaut. Knapp ein Drittel der Gemeindefläche ist bewaldet. Aufgrund der immer häufiger wiederkehrenden Stürme ist in Bad Saulgau die Tendenz weg von der Fichtenmonokultur hin zum naturnahen Mischwald deutlich zu erkennen. In den letzten Jahren hat sich im Zuge der allgemeinen Entwicklung im Agrarbereich die ursprünglich große Anzahl der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe stetig reduziert, wobei die durchschnittliche Betriebsgröße ständig zunimmt.

 

Naturnahe Landbewirtschaftung

Neben intensivem Ackerbau gibt es eine Vielzahl von extensiv bewirt-schafteten Flächen. Die naturnahe Pflege der Kulturlandschaft wird in Bad Saulgau groß geschrieben. Hier arbeiten Stadt, Landwirtschaft und Naturschutzverbände Hand in Hand. Auch die Schaffung von zahlreichen Biotopanlagen seit Anfang der 90er Jahre ist in Gemein-schaftsarbeit entstanden. Die Bereitschaft vieler Landwirte sowie die Flurbereinigung schaffen in Bad Saulgau die Grundlage für diese von der Stadt initiierte ökologische Entwicklung.

 

Flurbereinigung

Im Rahmen der Flurneuordnungsverfahren Tissen, Friedberg und
aktuell Moosheim konnten von der Stadt mit Landeszuschüssen
große Flächen für den Naturschutz erworben werden. Entlang sämt-
licher Fließgewässer wurden Randstreifen zwischen 5 und 15 Metern
Breite gekauft. So konnten bereits viele Kilometer Fließgewässer
renaturiert werden. In Friedberg wurde in den Jahren 2001 und 2002
gar die längste Gewässerrenaturierung im gesamten Regierungs-
bezirk durchgeführt. Betonschalen und Verbauungen wurden ent-
fernt und naturnahe Mäander hergestellt.

Außerdem erhielt jedes renaturierte Gewässer standortgerechte Begleitgehölze. Im Bereich
Groß- und Kleintissen wurde in den Jahren 1995-1997 mehr als
20 Hektar landwirtschaftliche Grenzertragsfläche gekauft und re-
naturiert. Eine etwa sieben Hektar große Biotopanlage mit Still-
und Fließgewässern sowie Gehölzgruppen, Feucht- und Obstwiesen
zwischen Groß- und Kleintissen ist inzwischen zum Eldorado für viele Tier- und Pflanzenarten geworden.

Im Schwarzachtal (Flurbereinigungsgebiet Moosheim) wurde 2004/2005 und 2011 die Schwarzach auf einer Länge von mehr als 3km renaturiert. Das Projekt konnte nur durchgeführt werden, weil über das dortige Flurbereinigungsverfahren etwa 9 Hektar Gewässerrandstreifen an der Schwarzach erworben werden konnten, im gesamten Flurbereinigungsgebiet Moosheim sind es 13 Hektar. Die naturnahe Umgestaltung der Schwahrzach wurde vom Regierungspräsidium Tübingen als Beispielobjekt zur kosteneffiezienten Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ausgewählt. Die Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, bis zum Jahre 2015 sämtliche Gewässer in einen guten Zustand überzuführen, wobei gut mit naturnah gleichzusetzen ist.

 

Landschaftsplanung
Im Rahmen der Flächennutzungsplanung für den Verwaltungsraum
Bad Saulgau-Herbertingen wird von der Stadt Bad Saulgau eine
Landschaftsplanung durchgeführt. Diese enthält die bereits existier-
ende Gewässerentwicklungsplanung, die Biotopkartierung nach § 32
Naturschutzgesetz, alle neue geschaffenen Biotopanlagen sowie alle
geschützten Landschaftsbestandteile. Enthalten sind natürlich auch Zu-
kunftsvisionen. Der Landschaftsplan soll die notwendigen landschafts-
ökologischen und -ästhetischen Grundlagen für die Flächennutzungs-
planung zu Verfügung stellen.

 

Bad Saulgau erhielt zahlreiche Preise im Umwelt- und Naturschutz

Wettbewerb: Bundeshauptstadt der Biodiversität 2011 siehe oben

Für ihr Engagement im Bereich der Ökologie wurde die Stadt Bad Saulgau im Jahre 1997 beim „Wettbewerb für herausragende Leistungen im kommunalen Umweltschutz“ mit fünf weiteren
Gemeinden Landessiegerin. Der Preis wurde im Fernsehen, Rundfunk und in der Presse gewürdigt. Die Stadt wird sich nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen und den eingeschlagenen Weg weiter be-
schreiten. Angesichts der jüngsten Umweltkatastrophen wird der Erhalt unserer wichtigsten Lebensgrundlage, der Natur, im Sinne
eines funktionierenden ökologischen Gleichgewichts eine immer größere Rolle spielen.

Beim Bundeswettbewerb 2007 "Bundeshauptstadt im Naturschutz" machte die Stadt mit und wurde für ihr ökologisches Konzept auf Anhieb erste in der Kategorie 10.000 - 30.000 Einwohner in Baden-Württemberg, auf Bundesebene sprang der hervorragende 4. Platz heraus. Die Stadt darf sich jetzt "Naturschutzkommune 2007" nennen.
Naturschutzkommune 2007

Auch beim Kreiswettbewerb 2002 „Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“ bewarb sich der Stadtteil Wolfartsweiler erfolgreich. Er wurde prämiert und kam in die Bezirksauswahl 2003 (wir berichten über das Ergebnis).

2005 wurde der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden" erneut ausgeschrieben. Bogenweiler-Haid-Sießen und Tissen beteiligten sich erfolgreich daran. Während Tissen einen guten dritten Platz belegte, kam Bogenweiler in den Bezirksentscheid und später (2006) sogar in den Landesentscheid, wo es einen Sonderpreis für den Franziskusgarten in Sießen bekam. Bei den Kriterien "Grüngestaltung und Landschaftspflege im Außenbereich" und Grüngestaltung im Innenbereich erhielt Bogenweiler die höchste Punktzahl aller Teilnehmer.

2008 bewarb sich Friedberg für den Wettbewerb und erreichte auf Kreisebene auf Anhieb einen ersten Platz. Am meisten Punkte gab es für die Grüngestaltung im Dorf und für die Gestaltung der Landschaft um das Dorf sowie für das Soziale und kulturelle Leben. Friedberg hat sich als Preisträger der ersten Kategorie für die Teilnahme am Wettbewerb auf der Bezirksebene beworben. Die Bezirkskommission besuchte Friedberg am 16. Juli 2009 und war beeindruckt vom Engagement des Stadtteils. Sie verlieh der Ortschaft die zweithöchste Auszeichnung (Bronze) und eine Geldpreis.


Preis Friedberg v.l.n.r. Egon Öhler, Ortsvorsteher Eugen König, Landrat Dirk Gaerte, Bürgermeisterin Doris Schröter und Umweltbeauftragter Thomas Lehenherr freuen sich über den ersten Preis.           Foto: Landratsamt

 

Bioenergiedorf Lampertsweiler – SZ Wandertag - Backfest 2010

Bioenergiedorf

Bioenergiedorf LogoBioenerigedorf Logo

Bioenergiedorf

Energiedorf

Volles Haus bei der Eröffnung des ersten Bioenergiedorfes im Landkreis

Trotz Dauerregens und Temperaturen zwischen 5 und 8 ° C wollten mehr als 2.000 Besucher bei der Eröffnung des ersten Bioenergiedorfes im Landkreis am Donnerstag, den 13. Mai, 2010, in Lampertsweiler dabei sein. Organisatoren der Veranstalter waren die Stadt mit Ortsverwaltung, Schwäbischer Zeitung und Backvereinigung. Nach dem ökumenischen Gottesdienst von Pater Davis und Pfarrer Stephan Günzler in der Maschinenhalle der Familie Dreher sorgte eine musikalische Einlage des indonesischen Chores „Mia Patria“ für Begeisterung. Bei der anschließenden Ansprache hob Bürgermeisterin Doris Schröter die Eigeninitiative der Familien Dreher und Kleck hervor, Bürgern selbst produzierte Wärme zu liefern und Strom zu erzeugen. Die Biogasanlage Dreher produziere 400 KWh Strom und ebensoviel Wärme und die Hackschnitzelanlage Kleck liefere 300 KWh Wärme in das 2,2 km lange Nahwärmeversorgungsnetz, an das mittlerweile 70 von 110 Haushalten angeschlossen seien, so die Bürgermeisterin. Eine Rapsölpresse mit Blockheizkraftwerk sowie vier Erdwärmeheizungen und eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Photovoltaikanlagen vervollständige die vorbildliche Energieerzeugung in Lampertsweiler.

Gerhard Gommeringer, Leiter des Fachbereichs Landwirtschaft im Landkreis Sigmaringen, lobte das Engagement des Bad Saulgauer Stadtteils im Bereich Bioenergie und betonte, dass der Landkreis mit seinen mittlerweile 35 Biogasanlagen an vierter Stelle aller 35 Landkreise in Baden-Württemberg rangiere.

Nach den Ansprachen nahmen die beiden Geistlichen die Weihe des Bioenergiedorfes vor. Ortsvorsteher Jürgen Thomma und Bürgermeisterin Doris Schröter dankten allen Organisatoren, den mehr als 100 Helfern sowie der Familie Dreher, die durch ihren teilweise monatelangen Einsatz zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.

Die Backvereinigung Lampertsweiler verkaufte im Rahmen des Backfestes alle 1.200 Denneten, mehr als 50 Kuchen und 350 Brotlaibe und waren angesichts der schlechten Witterung mit diesem Umsatz sehr zufrieden. Die Landfrauen priesen verschiedene leckere Milchgetränke an und machten so auf die Bedeutung und Lage des Milchmarktes aufmerksam.

Bei den zahlreichen Besichtigungen und Führungen war stets viel los. Modernste Biogastechnik, Melkroboter, Rapsölpresse, Hackschnitzelanlage, Nahwärmenetz, Informationsstände von BUND, Biogasverband, Elektro- und Holzbaubetrieben sowie die erste offizielle Solartankstelle Oberschwabens beim Nullemissionsbetrieb Gabriel in Boos waren Besuchermagnete. Dabei funktionierte der Schuttle-Service mit den von der Firma Gabriel extra organisierten Elektro-Smarts von Lampertsweiler nach Boos und zurück vorzüglich. Auch die jüngste Bundestagsabgeordnete Agnes Malczak und der Leiter der Energieagentur Ravensburg Walter Göppel aus Ravensburg waren dabei und genossen die Fahrt mit den Elektroautos.

Ebenso fanden die drei angesetzten Wanderungen des gemeinsamen Wandertages von Stadt und Schwäbischer Zeitung mit Rainer Beierlein, Bruno Herbst und Siegfried Wucher zu den Themen Erdgeschichte, Naturkunde und nachwachsende Rohstoffe trotz des schlechten Wetters Resonanz. Kinder erfreuten sich an Streicheltieren und standen Schlange beim Kinderschminkstand der Schwäbischen Zeitung.

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