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Jakob Bräckle (1897 - 1987)
In einer Zeit, in der sich bildende
Künstler zunehmend mit der Technik
und ihren Folgen auseinandersetzten,
konzentrierte sich Jakob Bräckle
in
seinem über 4.000 Bildern umfass-
enden Werk – von wenigen Ausnah-
men
abgesehen – auf die oberschwäb-
ische Landschaft und die Arbeit
der
Bauern. Dabei malte er nicht "gefällig",
und er widerstand
auch dem in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit
verbreiteten
Pathos sowie der zur Zeit
der National-sozialisten geforderten
Verherrlichung
der bäuerlichen Arbeit.

Prof. Karl Caspar (1879-1956)
Prof. Karl Caspar bemühte sich in
Ölbildern, Grafiken, Bleistiftzeich-
nungen,
Rötelarbeiten und Aquarellen
als religiöser Maler um die Schau der
Welt und die Schöpfung und thema-
tisierte die Motive der Verlassenheit
und einer geheimen Vision in die
Zukunft. Prof. Karl Caspar hat sich
1929 ein
Landhaus in Brannenburg
erworben. Hier konnte er in der NS-
Zeit einen Teil seiner
Bilder vor den
Zugriffen des Nationalsozialismus und
vor Kriegseinwirkungen
retten. Das
Grab Prof. Karl Caspars befindet sich
an der Brannenburger Kirche.
Maria Caspar Filser (1878-1968)
Maria Caspar Filser beobachtete die
Natur und die unmittelbare Nähe ihres
Alltags und arrangierte danach
Stilleben und suchte nach
Kompositionsmustern
für ihre Bild-
motive. Maria Caspar-Filser lebte und
wirkte lange Jahre
mit ihrem Mann
Karl Caspar in Brannenburg und schuf
seit 1921 künstlerische
Motive im
Inntal.

Elmar Daucher (1932-1989)
geboren 1932 in Neuenburg, gestorben
1989 in Oggelshausen, entwarf Mitte der
1970er Jahre obeliskartige Skulpturen,
die den antiken Mythos der "singenden
Steine" wieder aufgeriffen. Tiefe Ein-
schnitte in Steine machen aus ihnen
eine Art Äolsharfe. Seine bekannteste
Skulptur ist das 1970 entstandene
Mahnmal für die Opfer des Faschismus,
am Stuttgarter Karlsplatz.
Otto Dix (1891-1969)
Otto Dix wurde am 4.12.1891 in Gera-
Unterhaus geboren und starb am
25.7.1969
in Singen. Sein Grab
befindet sich auf dem Friedhof in
Hemmenhofen. Nach seinem
Studium
an der Kunstgewerbeschule in Dresden
(1910-1914) und seiner Kriegsteil-
nahme
(1914-1918) studierte Dix von
1919-1922 an der Dresdener Kunst-
akademie. Im
Jahr 1922 übersiedelte
er nach Düsseldorf, wo er seine Frau
Martha
kennenlernte. Ab 1925 bis
1927 wohnte die Familie in Berlin.
1927 bekam Dix
eine Professur an
der Dresdener Akademie.
Gebhard Fugel (1863-1939)
Gebhard Fugel (1863 Ravensburg –
1939 München), der Schöpfer
des
Panoramas in Altötting, galt den
Zeitgenossen als ein „Erneuerer
christlicher Kunst“. Er schuf zahlreiche
Fresken und Altarbilder in Kirchen
Süddeutschlands, der Schweiz,
Italiens, Österreichs und der USA.
Allgemein
bekannt wurde er durch
seine 136 Gemälde zur Bibel,
veröffentlicht
als „Schulwandbilder“
(Originale jetzt im Diözesanmuseum
Freising).
Hans Gassebner (1902-1966)
Der 1902 in Blaubeuren geborene
Hans Gassebner gehört einer Künstler-
generation
an, die – trotz Krieg und
Emigration – mit Zielstrebigkeit ihren
Weg ging. Den „expressiven Realisten“
zugerechnet, fand der junge
Maler
schon früh zu einer am Realismus
orientierten Formensprache, aus
der
er Zeit seines Lebens schöpfte. 1933
verließ Gassebner, der als
„entartet“
diffamiert worden war, mit seiner
jüdischen Lebensgefährtin
seine
Heimat und emigrierte nach
Jugoslawien, bevor er 1946 nach Ulm
zurückkehrte.
Wilhelm Geyer (1900-1968)
Studium an der Kunstakademie
Stuttgart. Meisterschüler von Christian
Landenberger.
1927 Übersiedlung nach
Ulm. 1929 Gründung der Stuttgarter
Neuen Sezession
und deren Vorsitz.
Auftrag für die Wandbilder in der
Suso-Kirche in Ulm.
1934 Kreuzweg-
Sgraffitos für die Suso-Kirche, Ulm.
1935 erstes Glasfenster
für Magols-
heim. 1940-1942 Soldat. 1943
in Gestapohaft wegen seiner Ver-
bindung zu der Weissen Rose der
Geschwister
Scholl. 1954 Ober-
schwäbischer Kunstpreis. 1957
Goldmedaille der internationelen
Biennale für christliche Kunst in
Salzburg.
1960 Verleihung des
Professorentitels durch die Regierung
von Baden-Württemberg.

HAP Grieshaber (1909-1981)
HAP Grieshaber, der Holzschneider
und Drucker, hat mit seinen Figuren-
kompositionen,
Landschaften und
Stilleben, besonders aber mit den
großen Bilderzählungen
wie "Affen und
Alphabete" von 1962, "Osterritt" von
1964,
"Totentanz von Basel" von 1966
und "Der Bauernkrieg im Tauber-
grund"
von 1975 eine Popularität
erlangt wie kein anderer deutscher
Künstler
in seiner Epoche.

Erwin Henning
1910 Augsburg - 1993 Leutkirch.

Romane Holderried-Kaesdorf
1922 geboren in Biberach
1942-44 Radier- und Zeichenklasse an
der Akademie der Bildenden Künste
in
Stuttgart lebt und arbeitet in Biberach.
Sie zeigt meistens Frauen in unge-
wohnt erscheinendem Umgang mit
Dingen des
alltäglichen Lebens.
In ungelenken Lettern werden Kom-
mentare und Titel ins Bild gesetzt, die
hintergründige
Komik entstehen
lassen.

Paul Kleinschmidt (1883-1949)
Der Maler Paul Kleinschmidt rezipierte
in seinen Werken die Kunstrichtungen
vom Expressionismus über Realismus
bis zur neuen Sachlichkeit. Vielfach
stattete er seine Bilder mit einer
kräftigen Farblichkeit aus, wovon unter
anderem die Titel „Kaffeehausszene“
oder „Damenkapelle“
zeugen. Neben
Figuren, Stillleben und Landschaften
bevorzugte Paul Kleinschmidt
in seiner
Motivik das städtische Leben Berlins
sowie die Welt des Theaters
und
Varietés.
Sepp Mahler (1901-1975)
Sepp Mahler wurde 1901 im Wurz-
acher Leprosenhaus geboren. Mahler
war ein Stück
liebenswürdigen Ober-
schwabens und ein Mensch von Fröh-
lichkeit und
Bescheidenheit. Mahler
setzte immer ein Zeichen für unge-
beugte Selbsttreue:
Es war ihm
wichtiger nach Werten eines in-
dividuellen Daseins zu leben, als sich
selbst zu verleugnen. So malte er zeit-
lebens
Menschen, deren Stellenwert in
Gesellschaft gering war: Arme, Alte,
Ausgestoßene,
Einsame, Leute also,
wie sie Jahrhunderte zuvor draußen,
vor der Stadt
auch das Wurzacher
Leprosenhaus beherbergt hatte. Diese
einstige Vagabunden-Solidarität
mit
den Randgruppen unserer Gesellschaft
legte er auch in den Jahren der
Seßhaftigkeit
in Bad Wurzach nicht ab.

Hans Purrmann (1880-1966)
Der Maler und Graphiker Hans
Purrmann, geboren 1880 in Speyer,
hatte eine Lehre
als Dekorationsmaler
und ein Studium in Karlsruhe und
München hinter sich,
als er 1906 nach
Paris aufbrach. Die Begegnung mit
Matisse beeinflusste ihn
maßgeblich,
gemeinsam mit dem großen fran-
zösischen Maler
gründete
er eine
Malschule. 1916 bis 1935 wohnte und
arbeitete Purrmann abwechselnd
in
Berlin und in Langenargen am Boden-
see. 1935 wurde er Leiter der floren-
tinischen
Villa Romana in Italien, die er
1943 verlassen musste. Nach kurzem
Aufenthalt
in Castagnola bei Lugano
ließ er sich 1944 in der Casa Camuzzi
in Montagnola
nieder. 1953 schrieb
Hesse das Gedicht Alter Maler in der
Werkstatt, das
er
Hans Purrmann in
Freundschaft widmete. Purrmann starb
1966 in Basel.

Willi Siber
1949 in Eberhardzell geboren. 1970-74
Universität Stuttgart, Studium der
Kunstwissenschaften - Staatsexamen.
1970-76 Staatliche Akademie der
Bilden-den Künste Stuttgart, Fach-
klasse
Bildhauerei bei Prof. Baumann-
Staatsexamen. 1979 Atelierbezug in
Reutlingen
und Dietenwengen, Mitglied
im Künstlerbund Baden-Würtemberg.

Rose Sommer-Leypold (1909-2003)
Rose Sommer-Leypold erblickte am
20. Dezember 1909 als ältestes von
sechs
Kindern der Eheleute Wilhelm
und Hedwig Leypold in Schramberg
das Licht der
Welt. 1928 wurde sie als
Kunst-Studentin an der Stuttgarter
Akademie aufgenommen.
Sie studierte
zunächst bei Professor Spiegel, später
dann bei Professor
Kolig, dessen
Meisterschülerin sie wurde.
Wolfgang
von Websky (1895-1992)
Ein Maler des Expressiven Realismus.
Albert Burkart (1898-1982)
Der Maler Albert Burkart, am
15.04.1898 in Riedlingen geboren, hat
in 60 Arbeitsjahren
von 1920-1980 ein
ganzes Werk als Wandmaler, Gestalter
von Glasfenstern, Tafelbildmaler
und
Grafiker geschaffen. Mehr als 50 Jahre
(von 1928 an) hat er für Kirchen
gearbeitet, Altarbilder und Kreuzwege
gestaltet, Chorräume und Kapellen
ausgemalt und farbige Glasfenster ent-
worfen. In seinen Werken spiegeln
sich
die Entwicklungen der Malerei, der
Architektur, der Kirche und der Gesell-
schaft
zwischen 1930 und 1980. Der
Künstler erhielt zahlreiche Auszeich-
nungen,
u.a. den Päpstlichen
Sylvesterorden mit Compturkreuz,
Großes Verdienstkreuz
der Bundes-
republik Deutschland, Gehard-Fugel-
Preis der Deutschen Gesellschaft
für
Christliche Kunst. Am 07.03.1982
verstarb der Ehrenbürger der
Stadt
Riedlingen in München